Sabine Tiedtke

Als Hamburger Deern geboren, habe ich nach der Realschule den soliden Beruf der Bankkauffrau bei der Sparkasse Stormarn erlernt.

Eigentlich war Bankkauffrau nicht mein Traumberuf, doch heute bin ich sehr froh, dass ich diese kaufmännische Ausbildung abgeschlossen habe.

Als Mutter von zwei Kindern, wagte ich dann mit 37 Jahren nochmal den Schritt meinen Traumberuf der Krankenschwester zu erlernen.

Ich liebte meine Arbeit mit und an den Menschen, jedoch immer wieder spürte ich in mir, dass meine wahre Aufgabe noch woanders lag und immer mehr beschäftigte ich mich mit dem Thema der letzten Lebensphase.

Als ich dann 2009 eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung machte und wir im Wirtschaftsunterricht ein Unternehmen gründen sollten, war die Vision geboren. Ich wusste innerhalb von einem kurzen Moment, dass ich nur Krankenschwester geworden bin, weil ich in meinem Leben noch ein Hospiz gründen werde.

Von da an ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Allerdings stand mir persönlich, bevor ich dann tatsächlich die ersten Schritte zur Gründung des Hospizes unternahm, noch eine leidvolle Zeit bevor.

Am 9.11.2012 erzählte ich das erste Mal öffentlich von meiner Vision und dann war es nicht mehr aufzuhalten. Ich absolvierte in der Zeit dann noch die Weiterbildungen zur Palliative Care Pflegefachkraft und zur Einrichtungsleitung, um gut für die neue Aufgabe gerüstet zu sein.

Die Vision wollte in die Welt und das geschah mit Hilfe zahlreicher Wunder, Unterstützung von so vielen wunderbaren Menschen und auch mit der Unterstützung der geistigen Welt.

Im Mai 2020 wurde dann das Hospiz eröffnet.

Die eine Vision ist erfüllt und nun geht es weiter. Ich bin weiterhin Vorsitzende des Fördervereins und arbeite an einigen Projekten rund um den Lebensweg, wie z. B. dem Alpaka Projekt und dem Waggon-Projekt. Ich bin beratend im Hause tätig und bringe das Thema Sterben, Tod und Trauer mit Herz und Offenheit in die Welt.

Es hat sich eine Gemeinschaft gebildet, die immer größer wird und die durch Herz und Achtsamkeit füreinander, einen Gegenpol zu vielen Bereichen des derzeitigen Lebens in der heutigen Welt bildet. Es erfüllt mich mit großer Freude und tiefer Demut ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Danke, dass ich hier die Möglichkeit bekomme meine Geschichte zu erzählen.